2012-05-08

Heute morgen haben wir erstmal verschlafen… *lach*. Um halb 10 aufgewacht, um viertel vor 10 ausgecheckt, und ab auf die Piste. Von Hot Springs aus ging es heute morgen gleich spannend los, da ein Besuch in der nicht weit entfernten „Geisterstadt“ Ardmore anstand. Etwa 25 Meilen ging es südlich Richtung Edgemont, dann auf die Bundesstrasse 71, die dann schliesslich in einer Art „Feldweg“ endete. Es wurde immer menschenleerer, je näher man Richtung Ardmore kam. Direkt nach dem Ortseingangsschild (was wohl das einzige in dem Ort war, das nicht verfallen war) sahen wir auf der rechten Seite das erste Haus – davor ein altes, verrostetes Auto – laut Kennzeichen mit der letzten Zulassung von 2004. Das Gartentor lies sich öffnen, die Haustür war nicht verschlossen… ein kurzer Blick hinein gab uns das Gefühl, dass hier jemand irgendwann fluchtartig das Haus verlassen haben musste. Es hing ein Mantel im Flur, und eine Einkaufstüte lag in der Ecke. Teilweise standen Umzugskisten herum, die nicht ausgepackt worden waren. Weiter haben wir uns nicht herein getraut, da es eine wirklich gruselige Stimmung war. Man denkt, die Leute kommen jeden Moment vom einkaufen zurück – aber da lebt definitiv niemand mehr. Eine Besichtigung des restlichen Dorfes ergab kein anderes Resultat… verrostete – aber auch teils richtig gut erhaltene Oldtimer, mehr oder weniger verfallene Häuser und Scheunen, in einem Vorgarten stand ein verrosteter Rasenmäher. Bei einigen Häusern waren die Fenster und Türen vernagelt, aber bei etlichen hätten wir – wie bei dem ersten – einfach so hineingehen können. Das wollten wir jedoch nicht – wer weiss, was hier geschehen ist. Auch, wenn die Häuser unbewohnt sind, so ist doch eine Hemmschwelle da, sich die Sachen fremder Menschen (die vielleicht schon gar nicht mehr leben) anzuschauen. Von Ardmore aus ging es erstmal weiter südlich nach Scottsbluff. Unterwegs wechselten wir in den Bundesstaat Nebraska. Wirklich lebendiger wurde es aber nicht – im Gegenteil. 🙂 Felder und Prärie so weit das Auge reichte. Ab und zu ein paar Rinder auf den Wiesen, und das war es auch schon. *lach* Richtig schön einsam – so gefällt uns das!  🙂 Wir machten uns auf den Weg zum „Scotts Bluff National Monument“ – Hauptmerkmal des Gebietes ist eine Klippe (Bluff) aus Sandstein am Südufer des North Platte River, das in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine wichtige Wegmarke der Pioniere und Siedler auf dem Weg über die Rocky Mountains darstellte. Man kann teilweise sogar noch die Spuren der Planwagen sehen. Scotts Bluff ist benannt nach einem Trapper namens Hiram Scott, der angeblich 1828 nahe der markanten Felsformation starb. Von hier aus führte unser Weg noch einmal zurück nach Wyoming – über Kimball in den Ort Cheyenne, wo Tom sich in einem tollen Westerladen ein paar neue Stiefel gegönnt hat (die sind aber auch wirklich chic! ). Dann den ganzen Weg wieder zurück Richtung Osten. Also wieder das Nebraska – Schild fotografiert… diesmal von der anderen Seite. *grins* Dann haben wir nur noch versucht, möglichst viele Kilometer zu fahren, da unser Ziel morgen Chicago sein wird. In Gothenburg steuerten wir das erstbeste Motel an, um diesen Eintrag hier zu schreiben, und dann einfach nur noch zu schlafen. Die Internetverbindung in unserem Zimmer war jedoch so katastrophal, dass wir nächste Woche noch nicht fertig geworden wären. Die Dame an der Rezeption hat uns dann ein Zimmer 200 Meter weiter gegeben, weil dort die Verbindung angeblich besser wäre. Und es stimmt tatsächlich! Ansonsten gäbe es jetzt nix zu lesen und zu gucken für Euch. Also viel Spass mit den heutigen Bildern, und bis morgen! Liebe Grüsse von Tom und Heike  🙂

–  aktueller Meilenstand :  7.476 Meilen

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First of all we slept in… *lol *. At 9:30 am we got up, and check out be 9:45 am. Than we took off. From Hot Springs we went to an exciting visit of the nearby „ghost town“ of Ardmore. We drove about 25 miles south towards Edgemont, and then on highway 71. Finally this road became a dirt road. The close we came towards Ardmore the more deserted it was (only the village entracnce sign was probably the only one there which was not rotten). As soon as we passed the the village sign we saw on the right side the first house – in front of it an old, rusty car – according to the licence plate sticker, it was from 2004. The gate was open, the door wasn´t closed …  so we had the feeling someone had just left the house. There was a coat hanging in the hall, and a shopping bag was lying in the corner. Some moving boxes were around, which had not been unpacked. Next we left the house because it was a really creepy feeling. You think people come back any minute – but there is definitely nobody around. Looking around to the rest of the village was nearly the same… Rusty – but also some really well-preserved old cars, more or less houses and barns almost falling apart, at one front yard was a rusty lawn mower. In some houses the windows and doors were closed with wooden boards. And some like the first – you could simply enter these. That’s what we didn´t wanted, so we left – who knows what could happen here. Even when houses are unoccupied, there is at least one threshold, to look at the stuff of other people (who might not live any more). Leaving Ardmore we went further south towards Scottsbluff. Along the way we changed to the state of Nebraska. Really there was not much change. 🙂 Fields and prairie as far as you can see. Now and then a few cattle on the pastures, and that´s about it. *laughs* Really lonely – that´s how we like it! 🙂 We made our way to the „Scotts Bluff National Monument“ – the main feature of the area is a cliff (Bluff) of sandstone on the south bank of the North Platte River. In the middle of the 19th Century it was an important land mark for pioneers and settlers on their way towards the Rocky Mountains. You can  even see some of the wagon tracks in the dirt. Scotts Bluff is named after a trapper named Hiram Scott, who died in 1828 near the rock formation. From here way drove again back to Wyoming – to the town of Cheyenne, where Tom felt in love with a new pair of boots at a great Western shop (which are really nice!). Then all the way back toward East. So again, taking a picture of the Nebraska – sign … this time from the other side. *smile* Then we just tried to drive as many miles so we get closer to our destination of tomorrow – Chicago. In Gothenburg we stopped at the first motel, to write this post here, and then just to sleep. The Internet connection in our room was so bad that we wouldn´t make our todays blog untill next week. So the lady from the front desk gave us a new room about 200 yards away from our first room, supposingly with a better WiFi-connection. And it was true! Otherwise there would be nothing to read now, and to look at for you. We wish you a lot of fun with todays pictures! Best regards Tom and Heike 🙂

– Actual mileage: 7,476 miles

read more / weiterlesen: 2012-05-09

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